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Abschlussprüfung Fachinformatiker - 7 Profitipps für die Vorbereitung!

April 26, 2022

// Lesezeit ca.

6

7 Minuten

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Wie lernt man am besten für die IHK Abschlussprüfung für Fachinformatiker?

Die Abschlussprüfung ist für alle Azubis ein entscheidender Punkt am Ende der Ausbildung. Mit der Abschlussnote entscheiden sich die Chancen bei allen zukünftigen Bewerbungen. Bei der neuen, gestreckten Abschlussprüfung fließen noch mehr Leistungen in die Abschlussnote mit ein als früher.

Welche Prüfungen zu absolvieren sind, und wie Azubis sich ideal darauf vorbereiten, erklären wir in diesem Artikel.

Welche Prüfungen kommen auf die Azubis zu?

Über die neu gestalteten IHK-Abschlussprüfungengehen wir in diesem Artikel noch genauer ein. Für Azubis in den IT-Berufen ist vor allem eine Neuerung wichtig: Seit 2020 zählt auch die frühere Zwischenprüfung, die jetzt AP Teil I heißt, mit in die Abschlussnote.

Das ganze Konzept nennt sich gestreckte Abschlussprüfung und besagt, dass die Gesamtnote in verschiedenen Prüfungen erbracht wird, die mit der AP Teil I schon während der Ausbildung starten. Azubis müssen also schon sehr viel früher als gehabt Leistungen für Ihre Abschlussnote erbringen.

Neben der AP Teil I, die in schriftlicher Form stattfindet, kommen am Ende der Ausbildung noch 3 weitere schriftliche Prüfungen auf die Azubis zu. Das sind die beiden fachlichen Schwerpunkte und zusätzlich noch die Wirtschafts- und Sozialkundeprüfung. Insgesamt handelt es sich also um 4 verschiedene schriftliche Prüfungen, die alle vorbereitet werden müssen.

Zusätzlich dazu ist auch noch eine Projektarbeit zu absolvieren. Diese findet im letzten Abschnitt der Ausbildung statt und muss von den Azubis selbst konzipiert, geplant, durchgeführt und dokumentiert werden. Abschließend wird dieses Projekt vor der Prüfungskommission präsentiert, die in einem Fachgespräch auch Rückfragen dazu stellt.

Die Projektarbeit scheint auf den ersten Blick relativ problemlos, da sich die meisten Azubis vor allem über die Stoffmenge der schriftlichen Prüfungen Sorgen machen. Trotzdem sind zwei wichtige Punkte zu beachten:

Zum einen geht die Projektarbeit in vergleichsweise hohem Maß in die Gesamtnote ein. 50% der letztendlichen Abschlussnote werden von der Note in der Projektarbeit bestimmt. Obwohl der reine Lernaufwand für das Projektgeringer sein mag – ein mittelmäßiges Abschneiden wird sich in der Note deutlich bemerkbar machen.

Zum anderen sollte man sich von dem vermeintlich geringeren Lernaufwand nicht täuschen lassen. Die Projektarbeit mag zwar vor allem aus praktischer Arbeit bestehen. Dennoch werden auch hier zahlreiche handfeste Kompetenzen abverlangt, die Azubis sich zunächst aneignen müssen. Das fängt bei der Konzeption eines solchen Projekts an und geht über die schlüssige Dokumentation bis zur gekonnten Präsentation der eigenen Arbeit.

In unseren Umschlungen und auch für unsere Azubis bieten wir deshalb immer wieder auch Module zur Präsentation von fachlichen Inhalten an!

Auch hier ist es also bei weitem nicht ausreichend, in der Praxis stark zu sein, während die Lernbereitschaft weniger ausgeprägt ist. Die praktische Arbeit will von fundierten Kenntnissen begleitet sein, die Azubis nicht immer in ausreichendem Maße vermittelt bekommen.

Unsere 7 Tipps für eine erfolgreiche Abschlussprüfung

Unserer Erfahrung nach bekommen Azubis (übrigens in den meisten Berufsrichtungen) in der Berufsschule und in ihrem Betrieb meist einen sehr guten Überblick über den theoretischen Stoff und die praktische Arbeit. Oft werden wir aber mit der Frage konfrontiert, wie man sich am besten auf die Abschlussprüfungen vorbereitet.

Offenbar werden Schüler und Azubis mit dieser Frage noch immer weitestgehend alleine gelassen. Dabei gibt es ganz konkrete Tipps und Strategien für eine erfolgreiche Vorbereitung auf eines olche Prüfung. Lernstrategien füllen ganze Bücher und Videokurse! Für einen ersten Überblick haben wir die 7 Tipps zusammengestellt, denen wir die größte Wichtigkeit zumessen.

1. Fang früh an zu lernen

Die IHK hat mit der gestreckten Abschlussprüfung ja schon eine Richtung vorgegeben. Dass die AP Teil I bereits in die Endnote mit eingeht, zwingt Azubis ohnehin, sich früh mit dem Lernen zu beschäftigen. Aber auch ganz unabhängig von dieser neuen Vorgabe empfehlen wir unseren Azubis und UmschülerInnen dringend, sich schon früh mit dem Stoff der Prüfung auseinander zu setzen.

Dabei geht es noch gar nicht um das endgültige Lernen, das auf die konkreten Prüfungen abzielt. Schon lange davor beginnt die Vorbereitung anhand von Planung und Konzeption des gesamten Lernprozesses, wie wir es in den weiteren Tipps empfehlen. Diese Abläufe sollten so früh wie möglich in Gang gesetzt werden.

Hier gilt: Je später der gesamte Prozess beginnt, desto mehr Stress in der Vorbereitung!



2. Finde raus, welcher Lerntyp Du bist!

Verschiedene Menschen lernen auf unterschiedliche Arten besser oder schlechter! Eine ganz einfache Wahrheit, die die meisten von uns im Alltag, in der Schule oder im Studium bereits erleben konnten und die trotzdem in den meisten Lernsystemen nach wie vor wenig Berücksichtigung findet. Insbesondere gilt das aus unserer Sicht auch für das (Berufs-)Schulsystem.

Wir glauben, dass in diesem Punkt ein immenses Potential verborgen ist, um in der Abschlussprüfung ein besseres Ergebnis zu erlangen. Immerhin geht es um die Tatsache, wie gut eine Person sich Inhalte behalten kann. Beziehungsweise, auf welche Art Inhalte gut verinnerlicht werden.

So gibt es viele Menschen, die über das reine visuelle Erfassen einen guten Zugang zu den Inhalten bekommen. Andere müssen den Stofffür sich selber mechanisch wiederholen, also etwa nochmals aufschreiben. Oftmals sind das die Schüler gewesen, die sich einen Spickzettel anfertigten, diesen aber nicht brauchten da das reine Aufschreiben die Inhalte schon im Lernzentrum gefestigt hatten.

Andere Personen wiederum lernen besonders gut über das Hören und profitieren deshalb von Seminaren und dem „normalen“ Frontalunterricht. Bei den Lerntypen gibt es kein richtig und kein falsch, lediglich individuelle persönliche Eigenschaften. Da von den meisten Schulen und Bildungsträgern hier kaum Hilfe zu erwarten ist, sind SchülerInnen und Azubis darauf angewiesen, sich mit sich selbst auseinander zu setzen.

In der Onlinesuche lassen sich verschiedenste Lerntypentests finden. Alternativ macht es sicher auch Sinn, verschiedene Methoden des Lernens auszuprobieren und auf dem Weg zu entscheiden, was am besten funktioniert. Der Vorteil davon ist, dass bis dahin schon einiges an Beschäftigung mit dem eigentlichen Stoff passiert ist.

3. Mach Dir einen Zeitplan für die Vorbereitung

Je früher sich Azubis mit dem Stoff für die Prüfungen beschäftigen, desto mehr Spielraum entsteht für einen detaillierten Zeitplan. Auch wenn ein Zeitplan selbst zunächst nach einer recht trivialen Idee klingt, kann er im Lernprozess verschiedene wichtige Funktionen einnehmen.

Natürlich hat ein solcher Plan zuallererst den Sinn, eine fundierte Planung der gesamten Vorbereitung abzubilden. Frühzeitig kann auf diese Art zum Beispiel überprüft werden, ob es zu unrealistischen Ballungen im Ablauf kommt, oder ob die Vorbereitung auf diese Art gut machbar ist.

Zusätzlich sollten Lernende aber auf keinen Fall den psychologischen Sinn eines Zeitplans unterschätzen!

Ein Zeitplan konzipiert nicht nur den Ablauf der nächsten Monate und Jahre. Er hilft auch dabei, alle wichtigen Schritte auf Papier oder am PC festzuhalten. Auf diese Art lässt sich nicht nur überprüfen, ob auch wirklich an alles gedacht wurde. Wenn ein vollständiger Zeitplan vorliegt, gibt dieser genau vor, was wann zu geschehen hat. Das würde etwa mit der Erstellung eines Stoffplans wie im nächsten Punkt beginnen. In der Phase „Stoffplan“ hat der Kopf dann die Freiheit, sich nur auf den Stoffplan zu konzentrieren und wird nicht von der Frage abgelenkt, welche anderen Aufgaben in der Vorbereitung vielleicht aktuell noch dran sein könnten.

Auf diese Art hilft uns der Zeitplan dabei, uns wirklich nur auf das Wesentliche zu konzentrieren.

4. Erstelle einen Stoffplan für die Prüfung

Ähnlich wie ein Zeitplan hilft auch der Stoffplan dabei, nichts zu vergessen und gleichzeitig, sich nur auf das aktuell Wichtige zu konzentrieren. Dabei ist es gar nicht so entscheidend, wie weit konkretisiert dieser Plan bereits vorliegt. Vielleicht besteht er zunächst nur aus einem Word-Dokument mit den 3 Hauptüberschriften „Thema A“, „Thema B“ und „Thema C“. Oder aber die einzelnen schriftlichen Prüfungen, die vorbereitet werden müssen.

Der Kopf kann sich dann zum Beispiel nur mit der Konkretisierung von „Thema A“ beschäftigen, ohne von der Sorge abgelenkt zu werden, welche Themenbereiche vielleicht noch vergessen wurden. Thema B? Darum kümmern wir uns später im Plan!

Beim Stoffplan sind der Phantasie keine Grenzen gesetzt. Für die unterschiedlichen Lerntypen bieten sich dafür die verschiedensten Tools und Methodiken an, sich einen Überblick über den Stoff zu verschaffen.

So kann der Plan etwa ganz einfach als Word-Dokument oder vielleicht auch als Mindmap vorliegen. Andere verbringen viel Zeit damit, Inhalte auf Karteikarten zu schreiben. Wichtig ist nur, von den großen Themenbereichen auszugehen und diese immer weiter in die einzelnen Bereiche zu konkretisieren. So entsteht ein echter Überblick über den Stoff, der andernfalls immer wie ein schwer zu überschauender Berg wirkt.

5. Wende das Gelernte in der Praxis an

Dies ist vermutlich der abstrakteste Punkt in unserer Liste. Ganz nach dem Motto: „Leichter gesagt als getan!“ Die theoretisch gelernten Inhalte in der Praxis anzuwenden macht Sinn – Dies wird wohl kaum jemals jemand ernsthaft in Frage stellen!

Jedoch gibt es in der Regel zwei Blocker dafür: In der täglichen Arbeit im Ausbildungsbetrieb fallen natürlich selten exakt die Projekte oder Aufgaben an, die zu dem Lernstoff in der Berufsschule passen wollen. Allenfalls in Einzelfällen kommt es zu solchen Überschneidungen.

Auch muss die Frage erlaubt sein, wie realistisch es wirklich ist, alle Themen der Abschlussprüfung einmal real anzuwenden. Dafür ist der Stoff natürlich viel zu umfangreich! Auch dafür kann der Zeitplan helfen. Hier können gezielt Zeiten eingeplant werden, die für die praktische Umsetzung vorgesehen sind.

Eine Möglichkeit kann es etwa sein, gerade dieThemen selbst nochmals anzugehen, die im Ausbildungsbetrieb überhaupt nicht angewandt werden. Vielleicht könnte das ein eigenes Webseitenprojekt sein, auf dem verschiedene Technologien der Webentwicklung erprobt werden, wenn im Betrieb vorwiegend Backend-Technologien Verwendung finden.

Einerseits ist die praktische Anwendung tatsächlich am schwierigsten umsetzbar und erfordert von den Lernenden einrecht hohes Maß an Disziplin und Planung.

Andererseits sind wir der Meinung, dass sich auf diese Art der Stoff am besten und nachhaltigsten verinnerlichen lässt. Es ist wie beim Lernen einer Sprache: „Use it or lose it!“

6. Stelle jede Frage!

Ein ganz einfacher, fast schon etwas plumper Tipp, den wir aber trotzdem wärmstens weiterempfehlen! Wir machen die Erfahrung, dass Azubis im Laufe der Ausbildung immer weniger offen Fragen stellen. Zu groß ist die Angst, dass die Frage schon einmal beantwortet wurde und deshalb der Eindruck von Inkompetenz entstehen könnte.

Wir sind uns sicher, dass diese Angst absolut unbegründet ist! Wenn die Frage nicht gestellt wird, entstehen Verzögerungen und Unsicherheiten, die viel schlimmer sind als der etwaige kurzzeitige Gesichtsverlust. Dazu kommt, dass die Fragenden meist bei weitem nicht so inkompetent wirken, wie sie sich selber fühlen. Wie oft waren wir schon erleichtert, wenn jemand die Frage gestellt hat, die uns selbst beschäftigt hat. Meistens ist das Team oder die Gruppe eher froh über die Initiative des oder der Einzelnen.

Es ist wichtig, in der Prüfungsvorbereitung nicht zu vergessen worum es geht. Wichtig ist es, die Prüfung zu bestehen und die Kompetenzen zu erlangen um im Job gut klarzukommen. Gerade als Azubi sollten alle anderen Befindlichkeiten hinten angestellt werden. Es gibt nun mal Menschen mit etwas mehr Erfahrung, die viele Fragen sehr schnell und unkompliziert beantworten können, sodass der Kopf sich wieder auf das Wesentliche, den Lernstoff, konzentrieren kann.

7. Mach einen Prüfungsvorbereitungskurs

Mit den Prüfungsvorbereitungskursen ist es wie mit dem Zeitplan. Auch wenn die gesamte Vorbereitung gut funktioniert und man den Kurs nicht unbedingt bräuchte, kann er eine wichtige psychologische Funktion erfüllen.

Zunächst geht es inden Kursen nochmals darum, sich einen Überblick darüber zu verschaffen, ob alle Themenbereiche ausreichend abgedeckt sind oder ob noch Lücken bestehen. Die restliche Zeit bis zur Prüfung können Azubis dann noch zur Vertiefung oder Vervollständigung des Stoffs verwenden.

Aber auch wenn aus fachlicher Sicht objektiv betrachtet kein Kurs nötig wäre, hilft dieser aus unserer Erfahrung zahlreichen Azubis nochmals auf einer anderen Ebene: Zum einen hilft der Austausch mit anderen Azubis immens gegen den eigenen Prüfungsstress. Die einfache Tatsache, dass auch andere Menschen gleichzeitig vor der gleichen Herausforderung stehen, die gleichen Fragen und auch Ängste haben, beruhigt viele unserer TeilnehmerInnen sehr.

Ähnliches gilt zum Anderen auch für den Austausch mit langjährigen Dozenten, die in unserem Fall häufig auch als IHK-PrüferIn arbeiten oder gearbeitet haben. Hier sind die TeilnehmerInnen direkt an der Quelle. Es hat eine sehr beruhigende Wirkung, mit den Menschen in Kontakt zu sein, die aus der anderen Perspektive schon zahlreiche Abschlussprüfungen erlebt haben.

Oft ist es die Ungewissheit, die für den Prüfungsstress verantwortlich ist: Habe ich an alles gedacht, oder kommen noch Themen in der Prüfung dran, die ich nicht auf dem Schirm habe? Wie werden die Fragen gestellt, was wollen die Prüfer genau von mir hören? Bin ich genügend auf alle Prüfungen vorbereitet?

All diesen Unsicherheiten können Azubis vor der Abschlussprüfung zumindest entgegenwirken, wenn sie unsere Tipps beherzigen und anwenden. Für Fragen zu den einzelnen Punkten stehen unsere DozentInnen immer zur Verfügung. Wir freuen uns auf alle Fragen! Vielleicht im nächsten Prüfungsvorbereitungskurs?



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